alles im grünen bereich

mensch

 

ich fliehe aus der wirklichkeit,
rauch den stick, wirklich breit verschiebt sich die wirklichkeit,
ich weiß nicht wohin mit mir,
find kein platz in ner welt die wahrscheinlich bald explodiert,
will wieder raus, an irgendnen mir fremden ort,
doch vor ner weile war zukunftsangst noch n fremdwort,
und heut krieg ich nichts gebacken,
ausser in der nacht erlebtes in geschichten zu packen,
die bude vegetiert so vor sich hin,
und ich da drin, kann sein dass ich n messi bin,
doch es stört mich erstaunlicherweise kaum, ich spüre keine brisanz,
es gibt wichtigeres, das ist meine bilanz,
aus 20 guten jahren, und an manchen guten tagen,
dacht ich ernsthaft nen gewissen grad an reife und mut zu haben,
heut stell ichs in frage,
kein abend an dem ich kein bier oder joint intus habe,
es gab zeiten, da sah ich das als ein zeugnis von ärme
doch irgendwie ist es standard geworden und spendet mir heute die wärme,
die ich sonst leider kaum verspür,
kurz ne frau im visier, sie taucht augenblicklich auf bei mir,
gönnt mir nen halbwegs guten fick, für mehr,
reicht es nicht, doch gleichzeitig bleibt es nicht bei einem mal,
warum Weiß ich nicht, doch ich verliere das intresse,
meine fresse, wie könn menschen nur so einsam sein,
und läuft es andersrum, auch sowas solls mitunter geben,
töten mich erinnerungen doch ich spiel den souveränen,
mim den typ, der über dingen stehn kann,
doch wie soll das gehn, bei einem präsens voller fehlern,
ich weiß nicht wohin mit mir,
wer bin ich, ich habs immernoch nicht kapiert
inhalier und der rausch landet auf nem stück papier,
ein stift und din a 4 lassen das hier meistens hinter mir,
die packung schon wieder leer? rauchen heißt vergänglichkeit,
und dinge tun nur weil mans kann, mein körper eng umschlung mit selbstmitleid,
in diesem land herrscht recht und ordnung, doch vorallm,
durchdringts ne undurchdringlickeit, unverständlichkeit, jede line
die ich hier schreib jeder psalm leistet seinen eid,
sie kreisen um die zeit in absoluter einsamkeit,
ich bin glücklich es zu sein, denn die meiste zeit,
gehn mir menschen auf den geist, jeder denkt er hätte was,
doch niemand hier hebt sich ab, weil niemand keine fehler macht,
gleichgeschaltet durch amiland und ihre täterschaft,
das große glück am straßenrand, 20 euro
nicht zu teuer, kurz, gut und du weißt wo lang,
ich weiß nicht wohin mit mir,
träum von der weiten welt doch ich bleib wahrscheinlich hier,
talente sagt man mir nach, ich weiß nichts von ihrer existenz,
ich bin ein mensch, kann denken und flennen wie ein mensch,
doch denk ich permanent an längst verschwommene träume,
die ich mal leben wollte, mit der zeit ändern sich träume,
und heute, was ist heute hier, was ist heut mit mir,
komplett kontaminiert was häufiger passiert,
träum nur davon 2 neidfreie tage zu haben,
starr auf die uhr als würd ich auf nen feierabend warten,
es geht nur noch um sex, die abendsplanung,
mit wem geh ich heute weg? bei welcher hab ich die besten chancen?
diese stille mit der stimme einer frau
öffnet ihr gieriges maul und frisst mich immer öfter auf,
ich weiß nicht wohin mit mir,
der urknall ist nicht fern, eine welt zerbrach in tausend teile,
überreste eines getroffenen lebewesens,
gebens jedem, oder nicht? jetzt trau ich keinem,
nach dir, könnte ich? selbst wenn ichs wollte könnt ich nicht,
aus erfahrungen lernt man nicht, jeder is insgeheim masochist,
ich mag das auf die fresse fliegen,
mag den wunsch mich wegzubeamen, doch mehr is hier nich wegzukriegen,
gleichzeitig hab ich angst vor mehr,
scheiße, noch sowas und ich häng am galgen, so einfach ist die welt erklärt,
aber was dich nicht tötet macht dich ja stark,
das hätt ich zwar nie so gesagt, doch es stimmt, es stumpft und härtet dich ab,
verklärt dein geschmack, füllt dich mit ner leere oh ich weiß,
jeder schwebt und strebt nach schwerelosigkeit,
kiffen bringt emotionen hervor,
und oft fühl ich mich dann als wär ich totgeboren,,
ohne worte, menschen sehn mich, schütteln den kopf,
doch bei mir bewegt sich nichts, ich leb und geh, ah, wie eklig,
he, ich weiß weder was der ganze scheiß bringen soll,
noch wer hier wem leid tun soll, doch es scheint so,
als wär ich anders als ihr, dankt mir doch dafür,
denn ohne kranken weiß man nicht dass man gesund ist,
was ist heut mit mir? ich schätz dass ichs rausfinden kann,
doch tu ich dinge nur wenn man sie aufschieben kann,
und wohin das führt muss ich nich erklärn
9 minuten schwarz, das mir die klare sicht versperrt,
ein immer mehr sinnentleertes lichtermeer,
nach aussen tu ich als ob ich sicher wär, dass es nicht so wär,
doch wenn der druck zu groß wird, kann man nicht mehr stand halten,
und weder zu was komm, noch so richtig abschalten,
und dann schreibt man ein album wie das,
in einer nacht und weiß, man hat das fast geilste gemacht,
es aus dem treibsand geschafft, etwas cheesy, doch ehrlichkeit hoch 2 plus inhalt
und der kein bisschen platt,
und dann bleibt man noch wach, raucht den nächsten,
hört es sich nochmal an und ist kurz davor aufzugeben,
sinnloser könnt man keine energien, kein stück papier verschwenden,
und keine menschen erschrecken,
dann versucht man zu schlafen, denkt an die 5 stunden die ein bleiben,
und im grunde nur an kleinigkeiten,
die jedoch ne weile bleiben, bis man sich entschließt sie aufzuschreiben,
teufelskreis zur schlaflosigkeit,
ich will nicht sagen dass es brotlos ist was ich mach,
bzw will mich nicht drüber beschwern,
ich träum von dieser scheiße nur beinah jede nacht,
und kann mich nicht dagegen wehrn,
warum schätzt man dinge erst wenn sie vorbei sind?,
warum bin ich nicht in der lage mich dankbar zu zeigen?,
die zukunft rast auf mich zu, ich hab angst vor ihrn zeichen,
doch warum häng ich überhaupt an vergangnen zeiten?
ich weiß nicht warum, weiß nicht wohin,
und vorallem nicht für wen, hab genug von mir,
und ich will euch nicht mein ganzes leben aus der seele reden,
will keim andren wesen, weh tun doch das gehört zum leben,
sagt man so, was wird eim nich alles erzählt,
gott ruft an, äh, sorry, hab mich verwählt,
draussen regnets und damit ist nicht hamburg gemeint,
ein selbstmitleidsepos fertig und die nacht fast vorbei,
der sixpack mehr als leer, der zwacken ist nur noch n fünfer wert,
und die halbverfaulte haut zeigt mir das immer mehr,
das leben ist zu seltsam, warum sind wir hier?
warum nicht woanders? und wozu existiern?
wozu konsumiern, wozu dieses bier,
wozu lern, wozu leidn, wozu inhaliern,
und warum freun und warum feiern zu schlechter musik,
das wär wie mit diesem teil durch die nächte zu ziehn,
das ding is durch und auch wenn ich zweifel habe,
eines tages werd ich star, bitte weitersagen

neunzehn

ich will gar nicht lange reden,
ich komm aus blankenese und womöglich ist mir das schon anzusehn,
und ihr habt vielleicht recht, wenn ihr von vorurteilen sprecht,
weil 90 % hier euren vorurteilen entspricht,
doch 10% sind fast normal, teils priviligiert,
teils nicht, fuck, wie auch immer, was weiß ich,
ich liebe dieses viertel, auch wenn man es hassen kann,
doch schrei mal fick die welt am blankeneser badestrand,
schrei mal fick die welt, wenn du kiffer bist,
und alle 100 meter nen spot hast, der den andren übertrifft,
hass das leben, bei ner ruhe wie in ohnmacht,
hass das leben, in deutschlands 2. größten großstadt,
wo jeder hin will, pass auf, nehm nen pinsel,
gib sie dem besten maler hier und er zeichnet dir dieses viertel,
malt nen kreis um dieses viertel, kein bisschen übertrieben,
treppenviertel, blankenese, 22587

was wär wenn nich nur all die scheiße bliebe,
und man ohne echten grund einfach mal nen preis vergäbe,
ich weiß in andren tracks gibts vielleicht ein paar seitenhiebe,
aber das hier ist waschechte heimatliebe,

hier lebt es sich bequem, eigentlich wollt ich lieber rappen,
doch wir rauchten joints wie kettenraucher ihre zigaretten,
dazu die volle dröhnung von filmen wie hass, man,
grüße gehn raus an robins nachbarn,
und jetzt mit abstand, kann ich das hier vollen herzens rappen,
denn von all den reichen lässt man sich nur viel zu gerne blenden,
scheiß drauf, im weißen merser, vorbei an bonzen gerollt,
fenster runter, regler hoch, der boss hängt voll gold,
und die andren guckten, doch anstatt uns anzuspucken,
sah man sie nur langsam schlucken und weiter gehn,
chillten im park, liebe zu jeder einzelnen kippe gehabt,
pennerstyle, den ganzen tag, im reichsten viertel der stadt,
ja man kann seine zeit hier gut verschwenden,
selbst ein vogel wie jürgen rieger scheint so zu denken,
ich schäm mich für viel zu viel hier, doch liebe das,
fremdscham ist der treibstoff für das was ich mach,
und was ich mach, ist nur in wenig simplen worten auszudrücken,
welche finden um danach komplett auszuflippen,
und anschließend ne pause finden, wo geht das besser als hier,
komm wir flashen, setz dich zu mir

was wär wenn nich nur all die scheiße bliebe,
und man ohne echten anlass einfach mal nen preis vergäbe,
ich weiß in andren tracks gibts vielleicht ein paar seitenhiebe,
aber das hier ist waschechte heimatliebe,

die zeit war die beste, doch so konnts nich ewig weitergehn,
ein ganzes jahr gelebt, ich fing an mich im kreis zu drehn,
solang sich an der uhr die zeiger drehn, ist es so, dass
zeiten vergehn, neue entstehn, der kreislauf des lebens

was wär wenn du denkst stärke zu besitzen,
dir gehts gut, doch komplett vom fernweh zerrissen,
und du hörst jede nacht den regen falln,
denkst dieser redeschwall katapultiert dich direkt zum pflegefall,

und ich musste weg, ging nach palästina nah am libanon,
doch wusste immer ich würde eines tages wiederkomm,
auch wenn mir das zeitweise trän in die augen trieb,
denn nimm mal abschied von nem leben dass du liebst,
musst ich einsehn, dass zeiten eben vergehn,
um mit diesem album komplett am zeiger zu drehn,
und auch wenn ich angst hab vor sämtlichen standardphrasen,
schätz ich, die zeit ist gekommen um danke zu sagen,
zeiten vergehn, neue entstehn,
yea, zeit komplett am zeiger zu drehn,
und auch wenn ich angst hab vor sämtlichen standardphrasen,
schätz ich, die zeit ist gekommen um danke zu sagen,

katermusik

ey was geht ab? normal bei dir,,
kein plan so genau, hast bock auf 2 bier?
ja klingt gut, hau rein, 20 liegestütz um aufzuwachen,
draussen lacht die lust heut pause zu machen,
ich dusch noch kurz, nackter blick in den kleiderschrank,
greif zu dem kram, den ich mir eigentlich nicht leisten kann,
kontaktlisten sind drin, heut abend bock auf jedes detail,
50 euronen dabei, brauch sie nicht, doch wer weiß,
zweites moin heute, treff die üblichen leute,
auf ein kühles bier in eim meiner gemütlichen lieblingsorte,
das zweite hält ne memo für mich versteckt,
du bist pleite, keins mehr man, du gehst heut nicht weg,
doch wie das so läuft, wenn sich lust und der verstand streiten,
lässt meistens die lust den verstand leiden,
tja, zwei whiskey später gehts auch meim verstand besser,
die runde wird lauter, 7 potenzielle brandstifter,
das bezahln die übliche farce,
das hab ich nicht getrunken alles lügner in den bars,
der plan liegt nah, dass wir noch irgendwo hin weg fahrn,
und auf einmal sitz ich in der s bahn

rotlicht, flasche ouzo, lakritz auf der zunge,
laufen durch nichts ausser menschen, stunde um stunde,
provokation um dann auszuticken, bock in diesen augenblicken,
mit tausend unaufrichtigen fraun zu ficken,
taugenichtse stempeln mich prüfend ab für acht,
neun später steh ich an der bar mit der nacht in meim glas,
tanzen, bewegungen, laut, neblicher raum,
falsche gefakte gute laune bei ekligen fraun
lachen, treppe runter ins dunkle, blase drückt,
klofrau brummt unsinn, kunde um kunde,
doch das gefällt nicht vieln, an geld hängt soviel,
ein hinlegen, anschließend lässig auf die ente zieln,
frische luft, neonlichter flackern auf und ab,
landungsbrücken ein kiffen, scheiße das kraut ist knapp,
bier, bier, ziel und planloses wo steckst du denn?
becks bestellt, unterwegs, ein leben wie ein festival,
sonnenaufgang, hesburger, schaffs nach haus, scheiße
leg mich auf den rücken fühl mich wie ne leiche,

dieser morgen danach, diese lange nacht,
diese sorgen die man hinter sich hat, dieser ganze tach,
dieser schädel, ping pong spielend mit den tapeten,
diese leber in der nacht befeuert mit raketen,
säuerlicher geschmack, versuchs zu begreifen und,
begeisterung wie kommt die sahara in meinem mund?
diese aufflackernden bilder, wortfetzen, schemenhaft,
erinnerung an beschämende einzelheiten aus jener nacht,
peinlichkeiten, doch eine irrelevanz
geht hand in hand mit dem mitreißenden treibstoff den man tankt,
kreise an der wand, viereckige augen,
zugeschlagen, wie ein nicht beendeter traum,
dieses aufstehn, dieses spürn, dass die erde sich dreht,
dieses festhalten, sowie das erste sterbensgebet,
die geschlossenen rollos, die verpestete luft,
dieser gang aufs klo dieser noch viel stechendere duft,
ich habs gestern schon gewusst, heute bleib ich hier,
halt die stellung, spiel die wache meines kleinen polizeireviers,
diese gewissheit heute nichts zu versäum,
dieses gedächtnis, dieses wissen, nichts zu bereun

zeilen, der ewigkeit gewidmet

schwarzer block, autos brennen, doch es wird exzessiver,
fenster fassen flammen ganze häuserwände brennen nieder,
menschen legen grenzen nieder, sitzen im erstbesten flieger,
nur eine botschaft, nicollegah rappt jetzt wieder,
es tut gut, endlich ergreift die masse geschmack,
gründen gruppen, ehrlichkeit gegen papperlapapp,
herzen gegen leere, schmerzen gegen ernstzunehmende scherze,
leben gegen sterben oder geben gegen erben,
die pause ist vorbei, viel zu lange freund der schreibblockaden,
bitte weitersagen, zeit den flashgott wieder einzuladen,
schaff das hier nachts um 4 auf nem geklauten beat,
rauche wieder weed und die kreative ader fließt,
doch wen wundert das, im grunde ist es immer gleich,
mach ne zeit lang nichts und glänz danach mit hundert styles,
– ich brauchte die zeit, verloren und wiedergefunden,
dreh die mucke laut auf, lass blankeneser spießer gucken,
was das heißt? vielleicht, dass ich andre störe,
doch ich bin profi, man, schlaf ist was für amateure,
gestern im delirium, wie auch immer, ich steh wieder,
jeder tag mehr bedeutet ein tag weniger,

(sie sagen) alles geht den bach runter, ich schwimm gegen den strom,
denn viel zu viel is schon in meinem leben verschwomm,
ich kann mehr als nur in ner nicen gegend zu wohn,
schreib nen text, rap ihn ein und ich schwebe davon,

eine gute tat pro tag und vater staat ist glücklich
eine faire wahl danach und angela verpisst sich
wir gehn zusamm feiern, du gibst mir ein aus,
hamburg bei nacht heißt, partybusse silber und blau,
doch wasserwerfer könn uns sicher nichts mehr,
wir schwimmen trotzdem durch ein lichtermeer,
guck dir deutschland an die angst spricht aus den fressen,
das ist ein neuanfang, spreng jetzt deine ketten,
lass mich nur sprechen und das findet direkt anklang,
ich könnte wetten das wär grade erst der anfang,
chillen grad am badestrand auf smooth kinderleicht,
doch mit diesem track schlagen wir das vaterland windelweich,

bis zum gottverdammten tinitus krieg ich hiervon nie genuch,
schreibe diese texte weil ich fliegen muss,
und trotz verlorener zeiten am so hoch gelobten
boden zu bleiben, nein, das ist kein widerspruch,
der staat verblödet uns mit sogenannten ritterschlägen,
doch ich schreib nen text und entzieh mich sofort der gitterstäbe,
denn rap ist medizin, ihr ahnt es is gesund,
bring in paar passagen ohne grund was ich sage aufn punkt
scheiß auf mich, ich will gar nicht drüber rappen,
tus nur um meinen arsch zu retten wie fast food ketten magenschwächen,
das ist kraft, atem und emotion, nicht mit köpfchen gemacht,
ich hab in 20 jahren genug mit köpfchen gemacht,
und wer hätt es gedacht, man was hat es gebracht,
tage voller leid und nächtelang lag ich wach,
dachte nach, doch das war wie jucken auf nem mückenstich,
und nun entzünde ich ein feuer das nicht mehr zu löschen ist

nicobama show

dankesehr,
ist es wirklich schon so lange her? fühl mich gefangen hier,
es gibt im endeffekt nicht viel was man nicht ändern kann,
also nimms mir nicht übel, ich kenn das gefühl nich,
es grenzt an wahnsinn, diese zeit,
verstreicht und verstreicht,
was sind tage, was sind jahre die wir hatten,
was ist ein lebensabschnitt, was ist zeit genießen,

was ist erziehung, und was ist charakter,
was sind gene, was sind erfahrungen,
von mir hast du wenig, doch seh ich dich,
seh ich mich, der in der besten zeit seines lebens steckt,
du bist schön, scheiße was ist aus dir geworden,
n richtiger mann, aus meinem eigenen sam’ gesprossen,
ich denk daran so oft, ich vermiss die zeit in der du grade steckst,
es verpestet meinen kopf,
doch ich hatte ne ziemlich perfekte zeit,
schau nicht weg, nutz den rest von der zeit die dir bleibt,
bitte, denk dabei an deine ersten schritte,
vergiss uns nicht denn wir sind nichts ohne dich,
deine mutter telefoniert fast täglich mit dir,
doch ich find leider kaum noch anschluss zu dir,
du bist nicht wie früher, versteh mich nicht falsch,
schlecht ist das nicht, ach diese unsicherheit,
wie wirk ich auf dich, der vater der zum opa wird,
hat in der ganzen zeit fast nur triviales dazugelernt,
und was leider viel zu trivial ist,
ist diese liebe, diese panik,
in einem jahr von mir passiert nicht viel,
ein jahr bei dir ist wie ein ganzes lebenselixier,
ich weiß, ich stand selbst da und weiß jetzt,
was es heißt, auf allen bereichen leistung zu zeigen,
weißt du noch früher, das fenster geöffnet,
und ich sah nur noch deine beine gen himmel gerichtet,
ein moment in dem ich das erste mal angst gespürt hab,
angst, etwas zu verliern, dass noch nicht richtig gelebt hat,
und jetzt bist du lebendig, glaub mir,
so sehr wirst dus nie wieder sein, vertrau mir
weißt du noch damals das erste mal aufm fahrrad,
und die touren später, doch schnell wurdest du zu alt dafür,
weißt du noch als du früher lange wach lagst,
und ich dir vorlas, fast die ganze nacht lang,
einschulung, und als du plötzlich lesen konntest,
hast du verstanden was für ne kraft hinter den worten steckt,
was dann war, was auch immer, deine mutter hat mehr mitbekomm,
ich war von 9 bis 6 weg,
und das jeden tag, denn ich wollt euch 3en was bieten können,
und dass ihr später von ner guten kindheit sprechen könnt,
ich hoff die habt ihr bekomm,
und es stimmt nicht, mein herz ist nicht aus beton,
ich weiß, es liest sich schlecht so zu schreiben,
doch als vater hat man angst davor, schwächen zu zeigen,
und plötzlich warst du fast 18,
und deine probleme damit fast schon erwachsen,
das kiffen, das saufen, doch parallel der führerschein,
und plötzlich war heimat da und du warst überall ausser dort,
dann namst du dir deine erste liebe
und die trennung so zu herzen, ich sah dich in deim zimmer wein,
und ich ging hinein, du wolltest dass ich rausgeh,
doch ich konnts zu gut verstehn und wollt dich nicht so sehn,
nicht dass wir jemals echte zweifel hatten,
wir wollten dich machen lassen, du würdest das schon schaffen,
und plötzlich wars so weit die zeit war scheinbar reif,
und du wolltest weg, und ließt uns zwei nach 20 kurzen jahrn wieder allein

und ich kann nichts dagegen machen und weiß dass es so sein soll
doch was ist mit der zeit passiert?

papa was soll ich sagen, wenn mir grad bewusst ist,
wie lang du auf ne antwort wie diese warten musstest,
dass ich zu wenig komm stimmt zwar vielleicht,
doch liegt das auch an mir und meiner antriebslosigkeit,
hab wenig zeit zuhaus allein,
doch die, die ich hab, nutz ich kaum,
starr auf nen monitor, rauche joints und zigaretten,
und anstelle der pflichten und dem nichtstun würd ich zwar lieber rappen,
doch kennst du das wenn dein arsch ne tonne wiegt,
und du nen hass auf gute laune und die sonne schiebst?,,
wahrscheinlich nicht, wie habt ihr das sonst so gut hinbekomm?
n leben in vernünftigen bahnen und geregelten formen,
mir geht es gut hier und ich schätze das,
doch bin ich froh wenn ich mal etwas vernünftiges zu essen hab,
ich hoff ihr beide kommt noch miteinander klar,
ihr seid die besten menschen hier, hab ich dir das mal gesagt?
das verständnis dass ihr immer hattet und habt,
ist irgendwie mehr wert als das übliche papperlapapp,
und ja, denk ich zurück,
schmeckt meine kindheit so gut wie mamas bestes gericht,
ich bin euch unfassbar dankbar, doch mir fehlt die art es auszudrücken,
drauf geschissen, ich hoff nur du kannst mich verstehn,
ich hab angst dir mehr zu erzähln
danke für ne kindheit ausm bilderbuch, ich hoff euch bald wiederzusehn,

und jetzt sitz ich in friedrichshain,
mit meinem ersten album, gewidmet an die ewigkeit,
die zeit war reif, herzlich willkommen,
nicobama, ein wechsel wird komm

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