nicopunkt & abgebrüht – …

ende

es ist egal wer sagt dass dus nicht bringst,
du hast gespielt, und wer spielt kann nicht nur gewinn,
wer fehler macht, sagt man,
ist den anderen pro fehler einen schritt vorraus,
es fühlt sich nicht so an, lieg aufm boden,
winsel nach gnade, niemand gibt applaus,
doch der schmerz ist echt, entgegen dem gehabe,
dieser welt da draußen, die vielleicht denkt doch nicht glaubt,
selbst das ist egal, vergleich auf keinen fall,
alles klingt besser als es war, wenn man es erzählt,
hattest du ne wahl, musstes komm wies kam,
egal jetzt ist der rasen frisch gemäht,

denk an nächte der lebendigkeit, nachmittage ohne angst,
an den niemand dich in die enge treibt,
denk an das vertraun in dich deiner familie,
deiner freunde, deiner frau, auch wenns sie noch nicht gibt,
man sieht den scheiß nicht, wenn man trieft und nicht spricht,
doch sie sinds die bleiben, wenn der ramsch hier vergessen ist,
und wenn sie gehn, dann weil alles seine zeit hat,
und das tut weh, doch wär es nich so, gings nicht weiter,
glaub dran, dass du noch in der lage bist zu wachsen,
und nicht an das was man versucht aus dir zu machen,
glaub dran, dass der nächste sommer kommt,
er wird leicht, er wird lang, dir vorallem nicht genomm,
glaub an was du bisher warst, du wirst es immer bleiben,
beißt ein teil von dir ins gras, kann der nächste reifen,
glaub an das gute in dir, glaub an das gute der welt,
glaub, ich glaub außer glaube ist nichts hier,

ich glaub außer glaube ist nichts hier

der gang vor die hunde

wach um vier uhr morgens auf, die ganze letzte woche ging das so,
die ersten vögel singen draußen, die nacht is für mich gelaufen,
wälz mich hin und her, schwitz und frier zugleich,
das knie tut weh, seitenstiche, das licht nimmt alles und malt es bleich,
um sechs uhr steh ich auf, würg mir ne schale müsli rein,
koch n tee und rauch dazu, ausm fenster rotz ich grünen schleim,
die ersten menschen gehn zur arbeit,
als ging sie nach mekka, ziel vor augen, willkommen in friedrichshain,
seit vier jahren hier, zu keim zeitpunkt so arm wie heute,
saufe nachts mit fremden und tu als wärn sie alte freunde,
erzähl ihn alles, das dunkel kann so glitzern,
nichts davon is bös gemeint, doch wo bitte bleibt mein rückgrat
wär ich mir selbst n freund gewesen wär ichs heut nich mehr,
von eifersucht zerfressen auf die leute mit nem herz,
die kippe aus, will sofort die nächste rauchen,
doch geh duschen und mich anziehn und dann raus,

in der uni, die 30 seiten für nen zeugnis ziehn sich hin,
überfordert und gelangweilt von details, nach nem kaffee,
geh ich kacken und check facebook aufm klo,
sie wird mir nie mehr schreiben, es tut keim von beiden leid, dafür weh,
studentenpack, nix vom leben gesehn, niemand raucht, alle labern,
als würd sonst niemand verstehn,
dieses jämmerliche grinsen voller überheblichkeit,
schließ die augen und verdresche sie bis nichts mehr von ihn übrig bleibt,
mein handy vibriert, lass alles stehn und liegen,
nur ne mail von amazon, die abbuchung wurd zurückgewiesen,
jede letzte woche des monats irgendwas, n schwarzes loch
auf meim konto, andre leben, ich mach miese,
ne wolke in meim kopf, die buchstaben verschwimm,
die hirnmasse ist ne flüssigkeit, ich hoff dass sie gerinnt,
starr mehr auf facebook als auf das weshalb ich hier bin,
n typ hat sie mit sich auf nem bildchen verlinkt

fick die unischeiße man, ich lauf einfach fort,
steig in die bahn nach hause und bedauer es sofort,
in ner gruppe schaff ich es noch zu lächeln, ein clown der sich verpuppt,
hier guckt mein spiegelbild wie merkel in ner gruft,
was soll das leben, was das alles, wo ein sinn vergraben sein,
nach nem kurzen sprung nach oben, sucht ein die eiskalte wirklichkeit
wieder heim, ich das opfer dieser scheiße,
niemand sonst leidet wie ich, das weite nichts hört mich nach hilfe schrein,
geh doch skateboardfahrn du penner, bitte nerv mich nich,
dein weg zur zufriedenheit is nichts für echte männer wie mich,
tz, sie hat immer gesagt, steh endlich dein mann,
wenn erwachsen werden nich heißt abzustumpfen was dann,
ich muss hier raus, halt die zehn nach schweiß und versagen
stinkendenden menschen pro meter in dieser scheiße nich aus,
schrei das laut, statts zu denken, wie lange kanns so weitergehn,
man richtet mich zugrunde in meinem einvernehm,

superfast

seit 20 jahrn bedeutet mir musik schon ziemlich viel,
es war stets zu rhythmusübung wenn ich die töpfe meiner mutter stiehl,
da war ich drei, kaum wurd ich sechs übte ich zu reim,
schule auf uncoolste, als könnt sie gar nichts anderes sein,
machte mein abi, zu gut erzogen ums anders zu machen, ging feiern danach,
der sommer null acht duftet nach schnaps und gras, man, wie voll ich war,
man saß im park in der sonne, die coolste gang der stadt,
das leben ein spiel, wir ham gewonnen, und es zum untertan gemacht,
floh von dort nach israel hab mich verliebt und neues gesehen,
neues entsteht, einfach so aus dem nichts, wo jeder charme von hollywood fehlt,
und jedes mal bringts ein zum leben, die aufs und abs,
das pech das glück und als ich weiter musste die dunkelsten tage der eifersucht,
wie das so geht, ging nach berlin, um zu studiern,
um zu riskiern, meinen kopf zu verliern in dieser weite hier,
viel ist passiert seitdem, neu verliebt, zweieinhalb alben,
ne heftige band, die besten leute, beste freunde, neu und alt,
der nächste schritt ist offen und unberechenbar,
genieße das leben in formen und farben, ob es nun derbe oder hässlich war,
steh zu allm, steh zu mir, muss nich gefalln, sowas passiert,
wirk ich auf dich negativ hast du mich nur nicht kapiert

vielleicht arbeit ich nich viel doch ich arbeite an dem was ich kann,
davon mach ich heute mehr als die jahre bisher zusamm
ich hab keine ahnung wohin diese reise geht
doch will keine haben halt meine nase in die richtung aus der wind weht

nehm mir zeit für was ich mach weil was ich mach hat massig zeit
wird mit der zeit nur besser wie ne flasche wein,
hab mich nich soviel verändert, wie man meint, im detail,
wird aus sommer nur september, grün steht für vergänglichkeit,
und für hoffnung, und für bäume und natur und fehlerfrei,
demut vor dem leben, jede form von wesen ist gemeint,
wir baun nen beat, ich schreib nen text und werde fast verrückt dabei,
doch am ende is n track im kasten und ich wieder frei,
wieviel zeiln, braucht es um dir klarzumachen was ich mein,
ich schätz zwei, mit nen bisschen inhalt und nem guten reim,
werd nich alt, nein ich reif, jeden tag mit diesem scheiß,
ich bin mehr als rap, doch ehrliches hat seele und sein style,
4 nächte die woche hier, der große traum vom proberaum,
komm gerne vorbei, ich kann dir zeigen wie flash passiert,
krieg nen steifen wenn ich rappe was ich schreibe, meine schreibe,
is so heiß, ich kann mit ihr wasser kochen und vertreiben,
mein leben wird n offenes geheimnis, zwei trennungen wegen songs von mir,
ich kann nichts als ehrlich sein, verzeiht es,
doch wenn das alles is was übrig bleibt,
zieh ich in diese höhle ein und leb zwischen mikrophon und schreibtisch,
jede zeile mit dem zeug gewaschen dass du gerne hättest
jede zweite davon wirkt wie ne verbale schmerztablette,
schreibe über frauen und übers wetter,
schreibe über scheiße und bestreue sie mit pfeffer

protonenstrahleraugen

stoned im park, stoned bei der arbeit, stoned am see,
stoned in prag, stoned in tel aviv, stoned in fez,
stoned getextet, zeilen für die ewigkeit,
50 von ihn mit der ersten jolle nach nem jahr,
und plötzlich warn sie da,
stoned zu schreiben, is zu gleiten, auf ner welle des genialn,
die horizontale, die mir liebste lebenslage,
die boxen pumpen wahnsinn, wie praktisch jeden abend,
stoned mucke zu hören ist wie gott die hand zu schütteln,
die beats umarmen ein wie warmes wasser in der badewanne
jeder klang, der takt vier viertel,
nichts is leichter als das negative abzuschütteln,
stoned mit den schönsten der fraun,
zusammen eins, aus gefühlen kann man türme baun,
lachkrämpfe und das gefühl seinen platz zu kenn,
die ganze nacht nicht gepennt, doch ich leb nen traum,
und der könnt nich besser sein, die gegenwart, der rausch,
das leben parkt gradaus, man lässt es halt laufen,
lieg ich am boden, rauch ich nen joint und steh nie mehr auf,
stoned verliert man die welt aus den augen,
komm wir kiffen noch ein,
und sind dann nich so allein,

komm wir rauchen noch ein,
und sehen dinge die schon immer da warn,
mit andren augen ich mein,
mit unsren roten protonenstrahlern,

stoned mit freunden und kollegen,
bei joeys pizza bestelln, jemand schmeißt ne runde eis,
ich hätt heute nix dagegen die zeiten neu zu erleben,
in den ein höchstens die pizzaboten bewegten,
stoned kann das leben auch gemein zu eim sein, jede bank an der elbe,
erzählt von ganz andren welten,
hier saßen wir zu zweit, alles war scheiße,
seine kleine schwester schmiss pilln, die ganze bandbreite,
dort n joint morgens um 11, paar stunden bevor,
ich zum hurricane fuhr, die bulln kam mir zuvor,
der pisstest leuchtete rot, daneben stand thc,
die ordnung grinste nur doof, der kiffer hatte verlorn,
– stoned von der sonne geküsst,
als obs nichts anderes gibt außer frieden und glück,
ich hätt heute nix dagegen die zeiten neu zu erleben,
das vorstadtleben, mit liebe zum spliff

komm wir kiffen noch ein,
und sind dann nich so allein,

komm wir rauchen noch ein,
und sehen dinge die schon immer da warn,
mit andren augen ich mein,
mit unsren roten protonenstrahlern,

ziemlich oft läsh, ziemlich geflasht gewesen,
kleine dinge bring das herz zum beben,
amewu sagt man sollts benutzen, es pocht nich ewig,
und für das meiste is der kopf meistens ja doch zu kläglich,
dieses grün mit dem eigenen duft,
hat viele meiner jahre mit mir auf weiße wände geguckt,
woher ichs hatte schwankte, meistens warns bekannte,
oder bekannte von bekannten, oder irgendwelche andren,
heut mein nachbar, von seim dope krieg ich angst,
es erinnert mich an die sachen die ich nicht kann,
nie konnte, doch stets machen wollte, abgefucktes zeug,
** es riecht schon ziemlich scheiße, (was solls)
ich kiff noch ein, und denk an die gute zeit,
– dank der ich kaum noch etwas von ihr weiß,
doch mit ihr fand ich dieses leben selten hart,
wofür lebt man wenn nicht für die gegenwart

in letzter zeit kann ich stoned kein gedanken mehr zuende denken,
weil ich vergess, dass ich gedacht hab,
und kriege angst, vor den meisten menschen,
und den ungefährlichsten sachen die ich zu ihn gesacht hab,
werde unruhig von den ding, den verdammten krämpfen,
die ich noch nich gemacht hab,
und kiffen heißt nich kämpfen, also dachte ich mir heute abend
lass das, mach den abwasch oder was andres auf unbestimmte zeit
denn du musst gucken wo du bleibst
und nichts ist schlimmer als stillstand im geist

h – milch

ich komm ohne schamgefühl statt mit geheucheltem gelaber,
deshalb knalln die zeiln rein, sie sind neu, sie sind der wahnsinn,
die muschi deiner freundin wird dabei feucht wie ich erfahrn hab,
tz, nicopunkt hält sich den teufel als berater,
dem verrückt werden grade nen halben schritt vorraus,
immer wenn ich denk es geht nicht mehr denkt sich irgendwer etwas aus,
damit rollt die seifenkiste tut mir leid, die meiste zeit nur glück
und zuviel zeit um gut zu sein, das reicht mir eigentlich,
aber machts mir das nicht leichter,
ich hab was dabei, das nachts um drei entstand um zu erweitern,
denn die zeiln könn weit mehr als ne nichtigkeit zu sein,,
und dabei will ich selber selten mehr wissen als ich weiß,
du schreibst n text und fühlst dich morgen ziemlich geil,
schön, ich schreib n text und guck n porno nebenbei,
bin kein rapper, leg kein wert drauf zu sein,
atme ein, step ans mic, und hör danach die leute nach mir schrein,
so manches loch in meiner seele, hat gesprochen,
unverdrossen aus der kehle, ne ep,
keine großen pläne, außer dass ich hoff dass du verstehst,
ich bin nie cote d’azur, aber trotzdem ganz ok,
schon ganz sympathisch, fast schon charismatisch,
schon fast unfassbares, gerapptes, kästnereskes,
über gar nichts, überkam mich, also frag nich,
das is rap und keine h milch

punkt punkt punkt

ich bin nicht mehr ganz der gleiche der ich war,
als wir zu fünft in nem zimmer hingen und simpsons geguckt ham,
n joint rum ging und mit ihm die bunten farben,
weltverändende ideen, nach 30 sekunden warten,
es hat vieles aus der zeit ausgedient,
erlebt, bereut, genossen, stolz auf sie,
nächte voller grünem glanz,
nehmen keine überhand mehr, trotzdem hab ich ihn viel verdankt,
ich fürcht ich bin deutscher geworden,
seh das leuchtende morgen und woycek ermorden,
– bleib bei dem was du siehst,
für was du mich heute liebst, enttäusch ich dich morgen,
ich nehm die dinge viel zu ernst, die mich umgeben,
das leben is n scherz, ich kanns nur missverstehen,
leb von der flasche in den mund, den glenfiddich geleert,
und streu salz in deine wunden, kein problem

nicopunkt punkt punkt
nicopunkt punkt punkt

mir kam die meisten dinge zugeflogen,
für kaum etwas hab ich gekämpft, und wer nicht kämpft verliert an boden,
stress mich ohne ende, diese sorgen sind maschinpistoln,
geladen und entsichert, der einsatz viel zu groß,
das meiste zieht an mir vorbei, versuche klar zu kommen,
für kaum was zeit, ausgeteilt, nun dafür auf die nase bekomm,
wenn ich erstmal mal, dann alles schwarz,
hätt ich ne wahl, ich wär genial, und wär papst,
leute fragen wies mir geht ich hab kein plan,
die farben die mir stehn sind nicht zu haben,
die belanglosigkeit hält mich fest in ihrem arm,
das dope is auch nicht mehr was es mal war,
– ich verfolge keinen großen plan, egal,
die dinge die wolln komm und klopfen an, fatal,
die meisten find selbst ich ziemlich bedenklich,
doch bin ich lieber authentisch mangelhaft als mangelhaft authentisch

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