Schall und Rauch

zurück zu gehen

ich glaub es wird zeit ein wenig zurück zu gehn,
das is n verrücktes leben und darauf sollt man rücksicht nehm,
doch heute gibt es von mir keine weisheiten,
keine tips fürs leben, keine storys über einsamkeit,
nur n kleiner zeitvertreib für ne lange nacht,
nico, guten tach, aus der bekanntesten hansestadt,
aufgewachsen in nem kaff, dacht ich immer,
jetzt sitz ich in der hauptstadt nachts im zimmer, wie n kranker spinner,
und feile an texten, dabei hätt ich fast vergessen,
das ganze spektrum dieser story abzudecken,
ich begann zu schreiben, damals eher weil ich aus langeweile,
manchmal dazu neigte abzuschweifen,
und dass der kram schlecht war sah ich zwar,
doch keinen grund zu schweigen, das ganze war total egal,
es zählte nur das jetzt und n stift als lenker,
und bis heut hat sich daran nichts geändert

ne beziehung kam dann, karina und ne shisha
beriselten mein verstand immer exzessiver,
nen hamburger winter später brach alles zusamm,
weil ich n kind war und nichts von liebe verstand,
ich will nur sagen dass ich jetzt was andres vom leben versteh,
nicht dass es mir heute anders geht,
und in der postpubertät hat man viel erlebt,
doch dieser stift hat bisher noch jede frau überlebt,
mit manu zusamm, wir warn so derbe am start jo,
nico und manu, auf raps kilimanjaro,
wir fandens cool, doch es bestand letztenendes,
aus ner eloquenz wie westerwelles englisch,
mit gemischten gefühlen schien langsam das eis zu brechen,
fuhr zu abgebrüht, wir machten rap mit köpfchen,
und vielleicht war auch der fürn arsch wien zäpfchen,
doch nichts auf dieser welt kann 16 gute bars ersetzen,
dachte dann dass ich mich zuhause verlier,
ging in ein land, mit dem die meisten nur krieg assoziiern,
und für die die es immernoch nicht kapiern,
es ist genau das was ich auf diesen tracks transportier

hatte ideen, doch stürzte ins bodenlose
hab trotzdem das ding gedreht und anschließend durchgezogen,
alles im grün bereich, kein bisschen monoton,
rap vom feinsten live aus der dritten dimension,
und heut verneint die kirche ne evolution,
nike und vodafone werben mit revolution,
manchmal hat mich das alles ziemlich hart im griff,
doch ich denk, ein wahres ich schadet nicht,
ich schreib die texte wie als würden sie schon existiern,
und ohne sie würd ich in diesem winter wohl erfriern,
der sommer wär zu heiß, nich dass ich vom schwitzen sterb,
doch von den straßen voller frauen die ich nie ficken werd,
bin am texten, weil ich das jetzt einfach brauch,
nen stift und nen beat und nen heftigen sound,
mach das wie besessen in nem rausch, dass ichs morgen fast vergesse,
doch der bierschiss weckt mich wieder auf,
lernte dadurch das meine fehler offen darzulegen,
und vorallem das leben nich so ernst zu nehm,
leg mich ins zeug, für den nächsten schritt hoffentlich,
lass mich träum, fuck, es kostet doch nichts,
fass das abschließend zusamm, schreibblockaden machen tage unentspannt,
was bringt n spaten ohne sand?
so gesehen chill ich am strand und mach euch deutschrap klar,
mit stoff für 10 gute jahre deutsch lk

yakirati

mein fenster lächelt mich an,
ich bin umgezogen, wohn nicht mehr im erdgeschoss,
– ich bin allein,
und würde meine zeit gerne mit dir teilen,
doch wir sind nich was wir mal sein wollten,
ein scherbenteppich vor mein füßen als ich zu dir rein wollte,
und die wände tapeziert mit erinnerung,
komm schon herz mach etwas das deinen namen verdient,
gefühle aufm null, spür nich mehr viel
genügsam, leben, nicht weniger, nicht mehr,
du bist so schön, ich mein,
warum können wir zwei nicht einfach wieder glücklich sein?
kein wer ist stärker, kein nein, ich ruf dich nicht an,
gestern nacht schrieb ich dir das doch du gingst nicht ran,
ich glaub ich fürchte nichts mehr als mich,
irgendwas in mir gewinnt und ich wehr mich nicht,
ich will nicht an ein ziel, will den gottverdammten weg,
will im auto sitzen und niemals ankommen,
und dich neben mir, doch ich frag mich wo bist du jetzt?
du bist gut, baby, gut 1000 kilometer von hier weg,
genieß die zeit in raten, genieß das bisschen was dir bleibt,
doch denk nich an das was war, versink nicht in einsamkeit,
als du gingst hab ich mir geschworen,
mir meinen teil eines tages von dir wiederzuholen
und habs bis heute nicht getan, fuck,
ich bin noch halb bei dir, doch wie gerne würd ich noch auch nur halb bei dir sein,
du grinst wahrscheinlich, durchschaust das nackte ich, das vor dir steht,
und fickst mich, wie ich früher dich, ()
ich kann das nicht, – ich fürchte ich bin schwächer als früher,
sah dich im traum mit mir auf der selben strecke wie früher,
mit dem morgen war die scheiße beendet,
egal was ich mach, ich tus nur um meine zeit zu verschwenden,
-ich seh dich vor mir und die aussenwelt faded aus,
du bist das größte, doch ich fürchte eifersucht drückt das nicht aus,
und wer würd da nicht auf abstand gehn,
ich bin durchgedreht, man, ich kann dich total verstehn,
doch wir warn wie für einander geschaffen,
oder siehst du das nicht so? fuck, ich fühl mich schon schizo,
seh dich an jeder zweiten straßenecke stehn,
elegant an der wand angelehnt, dein zu schönes gesicht von mir weggedreht,
und bete dass auch nur eine davon,
mich wieder so sehn würde, wie sies mal tat, schalte mich stumm,
schalte mich blind, mach mit mir was auch immer du willst, heißt
ich kann dich nicht vergessen und will nur dass dus weißt

jin ling

eyo ich schreibe lieber texte, als nur drüber zu reden,
ich zieh kreise um die sätze die mich irgendwie bewegen,
und steiger das intresse weil ich meistens eben,
einfach weiß wovon ich spreche, charles nicowkski und das ganze leben
soll ne nutte sein, kann schon sein,
mein grad an selbstmitleid allein ist deutschlandweit unerreicht,
genauso locker und leicht wie n guter track von bob marley,
leb wien film und der soundtrack kommt von bloc party,
dementsprechend siehst du mich durch die gegend marschiern,
um der frau bei netto ihrn nicht mal mindestlohn zu finanziern,
meine schuhe von meim homie chai khan,
aus taiwan, der kann schon schneidern mit sein 8 jahren,
und peace an sein vater ich seh ihn morgens und abends,
an der storkower straße am bahnhof häng,
ein euro für 20 jin ling, mit plastikteilen drin,
damit seine frau und sein kind irgendwann nachkommen können,
willkommen im land der geplatzten träume, wo zum henker
ist Das der dichter und denker? seh nur stacheldrahtzäune,
keine zeugen, im fernsehn fade bilder,
und statt nem volk entscheidet axel springer über wahlgewinner,
die ganzen spinner, warn schon immer dominant,
der klügere gibt nach, die dummheit hats erkannt,
und regiert äh blamiert uns, ich mein
untertan zu sein, kann auf lange sicht einfach kein kompromiss sein

jede nacht hör ich sie rufen, und nach mir schrein,
bilder bunter zeiten, doch weiß nich wen sie zeigen,
wenn ichs nich bin, bitte wen zeigt facebook mir dann?
mit langen haaren und in der hand, ne kippe auf entspannt,
dieses ungehemmte lächeln is mir fremd geworden,
erst zeigte man die zähne, dann brachte man die welt in ordnung,
heute denk ich, je mehr man von ihr weiß,
desto größer muss der fick den man auf sie gibt sein,
vielleicht lag ich damals nichma so falsch,
mich begleiteten jahre lang seifenblasen aus sicherheit,
die zwar nich unbedingt unsrer wirklichkeit entsprechen,
denn der absturz is näher als das nächste warme abendessen,
doch ohne scheint es mir viel zu schwer,
baustellen, der kopf zu voll, das bier zu leer,
den gedanken die das fundament erschüttern könn,
hab ich zu verdanken dass ich noch nich verbittert bin

wir hams alle so verdammt schwer,
auf der suche nach dem glück, rennt uns das hinterher,
wir sind so schnell wir könn und packens an,
machen auf atomi, guck ma was ich kann,
und morgen wird das heute anders sein,
nichts von dem was du kennst bleibt gleich,
der fluss fließt, die angst treibt,
angst dass du das irgendwann nich mehr begreifst,

ein jahr is lang und der ganze kram mit die zeit geht viel zu schnell vorbei
ist im grunde heuchelei,
und dient als ausrede fürs aufschieben unsrer streng vertraulichen pläne,
die wir im nächsten leben ausleben,
warum sind soviele unverschlossen,
doch unerreicht und unbetoffen, als bleibe keine frage offen,
es is wichtig diesem schweinehund zu trotzen,
trotzdem bleibt grün meine farbe der hoffnung,
intelligent, wie man das kennt vom mensch,
der anstatt den tag zu leben lieber verpennt,
der anstatt nachzugeben lieber verbrennt,
der charakter liegt in quarantäne,
ich bin stoned und hoffe du bists auch,
oder zumindest gut gelaunt, das tut es auch,

mach was draus

du solltest dein leben plan,
du kannst der gesellschaft jetzt zurückgeben was sie dir gegeben hat,
dir gehts nie wieder so gut wie momentan,
nutz das intensiv und bedacht denn später gehts schnell bergab,
mach die zeit zu deinem freund und du kannst dir sicher sein,
als praktikant lässt man dich hierzulande nich allein
lern was man dir einverleibt,
ein leben lang bist du lehrling und lebst in freiheit und gleichheit,
morgens fühlst du dich schlapp, abends geschlaucht,
n übergelaufenes fass, du badest es aus,
es isn ewiges nass, warum verstehst du nicht, dass
du nur ein leben hast, mach doch einfach was draus,
du bist nicht der erste voller selbstzweifel und sorgen,
was du heute kannst besorgen das verkiffe nicht auf morgen,
nutz dein potenzial, du brauchst geld irgendwie,
und das übt dich gleichzeitig auch in selbstironie,
denk vorallem an das was noch kommt,
verdien und leg es an, es gibt nicht umsonst nichts umsonst,
und irgendwann wird die zeit dann sicher komm,
in der du von der scheiße um dich rum nicht mehr ganz soviel mitbekommst,
betaste deine würde, betrachte sie als hürde,
mach karriere, du musst erben denn am ende wirst du sterben,
und lass dir nichts einreden,
du kannst keinem leben mehr zeit geben, doch deiner zeit mehr leben,

viel läuft falsch und das is zuviel für ein wie mich,
doch nur weil man nicht blind ist sieht man noch nicht,
im normalen verlauf zieh ich nur an nem spliff,
und schlafe aus, das heißt carpe diem für mich,
vielleicht hast du sogar recht, ich verschwende was ich habe,
eine frage, was kann Ich denn für meine schreibblockade?
was soll ich machen wenn ich meistens keine zeit mehr habe,
ich steh immerhin für was ich nicht leiste grade,
es gibt krassere sorgen,
brauch nur n paar bier am abend und ne halbe flasche wasser am morgen,
mit nem rachen der zu trocken ist, bin ich kein optimist mehr,
vorallem wenn mein katertag 6 mal die woche ist,
manchma muss es nötig sein gas am glas zu geben,
das allein macht doch noch kein hartes leben,
komm ich nach hause, seh ich nachbaren zur arbeit gehn,
und reagier indem ich mich selbstzufrieden schlafen lege,
andre stehn auf scheiß, auf bwl verbrecherei
schön – ich steh zu diesem pennerstyle,
steh nur auf um nachm frühstück wieder einzunicken,
meine größten feinde heißen fleiß und pflichten,
und wieso gehts mir trotzdem so gut?
ich hab heut noch nichts gemacht, mir noch kein job gesucht,
andre haben ihre hoffnung aufgegeben,
denn bei was sie auch machen, gehts ihn’ nur darum gut auszusehen,
könnt isoliert gar nich zufriedener sein,
denn ich bin lieber allein, als nur mit spießern im rein,
und du siehst was ich mein, die liebe zum detail und
trotz minimalem aufwand, maximale leistung,

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